Christine Bürkle

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Halb5 Workshop | 21. – 22.01.2009 | Tanz und Improvisation

Was fühlt man während des Improvisierens?
“Man lernt den Körper von dem einen bis zum anderen Ende kennen, daraus lässt sich ein Gefühl der eigenen absoluten Dimension schöpfen. Dieses Gefühl lernt man in konkrete Bewegungen zu verwandeln geleitet von Rhythmen oder inneren Impulsen, welche wiederum mit anderen Raumvariablen agieren.”

“Manchmal war ich sehr unsicher, was ich als nächstes tun sollte. Vor allem mit geschlossenen Augen und ohne Anweisungen wurde ich sehr unentschlossen und unsicher, da die Rückmeldung von den anderen fehlte und man keinen Kontakt aufnehmen konnte. Dann kam ein Moment der Besinnung auf sich selbst – eine Art Ruhepause, aus der man dann wieder starten konnte.
Obwohl wir hauptsächlich alltägliche Bewegungen gemacht haben, hat sich alles sehr neu angefühlt. Das lag wahrscheinlich daran, dass man diese Bewegungen sonst nicht bewusst vollführt. Besonders die Konzentration auf einzelne Körperteile fand ich sehr spannend und intensiv.
Ich war zwar die meiste Zeit entspannt, aber gleichzeitig sehr wach und neugierig. Am Ende des Workshops war ich körperlich erschöpft, aber innerlich habe ich mich befreit gefühlt und im Reinen mit mir selbst.”

Christine Bürkle tanzte nach neunjähriger Ausbildung an der John Cranko-Schule in Stuttgart 21 Jahre lang in den Ensembles in Stuttgart unter Marcia Haydee, in Zürich unter Uwe Scholz und in Frankfurt unter William Forsythe. Die 14 Jahre beim Ballett Frankfurt waren entscheidend für den Weg in die Improvisation, der sich zu einem Schwerpunkt ihres künstlerischen Ausdrucks entwickelte. Seit 2002 arbeitet Bürkle freischaffend, entwickelt eigene Stücke und Projekte mit Künstlern verschiedener Sparte.

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