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Halb5 Vortrag | 14.01.2008 | decodeunicode

Prof. Johannes Bergerhausen

Schon heute haben PC Nutzer Zugang zu mehr als 50.000 Zeichen unterschiedlichster Kulturen. Die Zeichenvermehrung auf dem Computer hat weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit stattgefunden. Der technische Hintergrund dieser heimlichen typografischen Revolution heißt Unicode. Unicode 4.1 deckt nahezu alle lebenden Schriftsysteme der Welt auf dem Rechner ab.
Diesem riesigen Fundus stehen viele Anwender hilflos gegenüber, es fehlt oft das Wissen über die unterschiedliche Bedeutung und die typografische Verwendung der »neuen« Zeichen.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt stellt Informationen zu mehr als 50.000 Zeichen online. Ziel war es, die Basis für eine multilinguale typografische Grundlagenforschung zu legen. decodeunicode positioniert sich als Open-Science-Projekt, welches gezielt auf die Partizipation der Online-User baut. Die Eingabe der Informationen erfolgt nach dem Wiki-Prinzip.

In seinem Vortrag gibt Prof. Bergerhausen eine kurze Einführung zur Geschichte der Zeichencodierung im 20. Jahrhundert und stellt das Projekt vor.

Prof. Johannes Bergerhausen, Jahrgang 1965, studierte Kommunikations-Design an der Fachhochschule Düsseldorf. 1993 bis 2000 arbeitete er in Paris zunächst bei den Grapus-Gründern Gérard Paris-Clavel und Pierre Bernard, dann selbständig. 1998 Stipendiat des Französischen Centre National des Arts Plastiques, Paris, mit einer typografischen Forschungsarbeit über den ASCII-Code. Gastvorträge in Amiens, Beirut, Berlin, Frankfurt, London, Paris, Prag, Rotterdam, Warschau, Weimar. Seit 2000 zurück in Deutschland, Designbüro in Köln. 2000 bis 2002 Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Düsseldorf. Seit 2002 Professor für Typografie und Buchgestaltung am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Mainz.

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