Die Kunst des Zweifelns

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Halb5 Vorträge | 30.03.2000 | Symposium: Die Kunst des Zweifelns

Symposium: »Die Kunst des Zweifelns«

»Der Zweifel an dem was ist und der Zweifel an dem was man denkt und tut, ist das wichtigste Moment schöpferischen Handelns. Progressivität setzt Anzweifeln voraus. Das Entwerfen wird jedoch vielfach als Herstellung von Fraglosigkeiten angesehen. Ulrich Beck spricht in diesem Zusammenhang von »Gewissheitskultur« und deren verhängnisvoller Rolle. Fraglos ist die Suche nach Gewissheit ein uraltes Phänomen. Aber Gewissheit schließt Zweifel aus und wird so zum Dogma. Gestaltung soll Wirkung zeigen, aber sie soll sich in ihrer Wirkung zugleich als in sich hergestelltes Problem begreifen. Sie hat die prinzipielle Zweifelhaftigkeit des eigenen Handelns anzuerkennen und ins öffentliche Bewusstsein zu tragen. So gesehen ist Entwerfen von dem eindimensionalen Gedanken der Aufgaben-Lösung zu begreifen und statt dessen als immer wieder neue Aufgaben-Schöpfung zu begreifen.«
Bernd Meurer, Frankfurter Rundschau 23.10.96

Mit diesem Symposium verabschiedet sich der Fachbereich Gestaltung der FH Darmstadt von seinen Professoren Brüning und Meurer.

Zu Gast waren:

Franco Clivio, Sehen für gestalten, Hochschule für Gestaltung, Zürich
Helmut Staubach, Entwerfen - weiter wie gewohnt, Kunsthochschule Berlin Weissensee
Ursula Wenzel, Voller Zweifel zweifelsohne, Frankfurt am Main
Hans-Peter Schwarz, Gestalten im Ungewissen
Erik Spiekermann, Wer nicht zweifelt, weiß nichts
Frank Hess, Auf Verlangen
Walter Priggge, Zweifellos sind neue Antworten neue Fragen
Horst Brüning, FH Darmstadt
Bernd Meurer, FH Darmstadt
Michael Klar, Natoma 15°, Ukita 40°, Universität der Künste, Berlin
Volker Freischlad, FH Darmstadt
Jörg Stürzebecher, :,!´ ,Frankfurt am Main

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