Günther Selichar

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15.01.1996 Günther Selichar, Who’s afraid of Blue, Red and Green?

Der massenmediale Kontext ist heute hochkomplex und intermedial; er ist bestimmend für Wirklichkeitskonstruktion. Drei Projekte von Günther Selichar, die die massenmediale Technologien des öffentlichen Raumes benutzen und zugleich dekonstruktiv strukturiert sind, standen im Zentrum seines Vortrages. Berichtet wurde über eine Reihe von Wahrnehmungsuntersuchungen, die formale und inhaltliche Parameter des massenmedialen Raumes, sowie deren »Köderfunktion« behandeln: ein Projekt, welches Methoden einer Werbeagentur simuliert und ein Rätselspiel mit Preisauschreiben via Fernsehen inszeniert hat, eine interaktive Installation im Internet, sowie eine Installation mit einem Prismenwender (Billboard mit drei sich bewegenden Schauseiten) – Analysen des sich medialisierten Blickes, dieser Metamorphose von inszenierter Realität zum Bild, vom Abbild zum Vorbild und damit zu einer neuen Realität.

Im Vortrag wurde vorgeführt, wie angewandte Massenmedien-Technologien im Bereich der zeitgenössischen konzeptuellen und medienreflexiven Kunst einer analytischen Veränderung unterworfen sind.

Günther Selichar im Internet: www.lot.or.at/LOT/EXTENSselichar/

Günther Selichar wurde 1960 in Linz geboren. Studium der Kunstgeschichte und klassischen Archäologie in Salzburg und Chicago. Diverse Stipendien, unter anderem Rom-Stipendium 1989 und Paris-Stipendium 1993 des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst. 1986 erhielt er den Förderpreis der Salzburger Wirtschaft und 1990 den Würdigungspreis für künstlerische Fotografie des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst. Er ist Mitglied des Musikensembles Call Boys inc. Selichar lebt in Wien.

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