Halb5 Vortrag | 23.06.2003 | q.e.d
Univ.-Prof. Dr. habil. Holger van den Boom
Leiter der Arbeitsstelle für Designinformatik
Fachgruppe Industrial Design
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
Wozu Designwissenschaft?
Design gilt als „Attraktivitätsmacher“ für Produkte und Kommunikation. Moden und Rezepte bestimmen danach die Szene. Diese „Warenästhetik“ ist ideologisch häufig kritisiert worden. Der Nobelpreisträger H. Simon kritisierte sie jedoch aus einem anderen Grund: Sie sei nicht „intelligent“ genug für das 21. Jahrhundert. Design müsse endlich weg von den Rezepten und Faustregeln, hin zu einer „Wissenschaft von den Artefakten“. Diese Designwissenschaft müsse sich parallel zur Naturwissenschaft entwickeln. Denn Muster, Strukturen und Formen der Natur überböten bei weitem alles, was wir im Design gesehen haben. Trends in Naturwissenschaft, Technologie, Informatik und kognitiver Psychologie scheinen Simon recht zu geben.
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